Mandantenrundschreiben 11/2022

Das neue Mandantenrundschreiben im pdf-Format: Mandantenrundschreiben November 2022

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

lange haben die Finanzminister der Länder und das BMF gezögert, bevor sie sich am 13.10.2022 auf eine Fristverlängerung bis zum 31.1.2023 für die Grundsteuererklärung (Grundsteuer B) verständigt haben. Trotz Fristverlängerung bleibt die Feststellungserklärung eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Es ergeben sich vermehrt Umsetzungsprobleme und Fragestellungen rund um die Hauptfeststellung der Grundsteuerwerte auf den 1.1.2022. Für Baden-Württemberg gilt für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke (Grundsteuer A), dass die Infoschreiben später – voraussichtlich im Januar 2023 – versendet werden. Der Grundsteuer A unterliegt beispielsweise auch die Streuobstwiese.

Abgelehnt hat das Bundesfinanzministerium der Justiz dagegen eine temporäre Fristverlängerung für Offenlegungen der Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre mit Bilanzstichtag 31.12.2021 und auch, sämtliche in diesem Zusammenhang anfallende Sanktionen auszusetzen.

Am 14.10.2022 hat der Bundestag in erster Lesung über das Jahressteuergesetz 2022 beraten. Der Bundesrat hat bereits Ergänzungen und Änderungen angeregt. Final wird das Gesetz voraussichtlich am 16.12.2022 erneut dem Bundesrat vorgelegt. Stimmt der Bundesrat zu, ist mit der Veröffentlichung des finalen Gesetzes noch vor Jahresende 2022 zu rechnen. Einen Überblick über den derzeitigen Stand erhalten Sie nachfolgend.

In diesem Monat ist des Weiteren eine Sonderausgabe zum Jahresende enthalten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und halten Sie – auch im Hinblick auf die weiteren Gesetzesvorhaben – weiterhin auf dem Laufenden.

Christiane Ries
Steuerberaterin | Diplom-Kauffrau | Fachberaterin für internationales Steuerrecht

Übersicht der Themen des Mandantenrundschreibens Oktober 2022:

Für Immobilieneigentümer

  • Förderung der energetischen Gebäudesanierung: Kosten für den Energieberater sind nicht zu verteilen

Für alle Steuerpflichtigen

  • Jahressteuergesetz 2022: Das Wichtigste aus dem Entwurf der Bundesregierung
  • Bundestag beschließt Inflationsausgleichsgesetz
  • Steuerguide für Influencer

Für Arbeitgeber

  • Prämien zum Inflationsausgleich bleiben bis zu 3.000 EUR steuerfrei
  • Finanzverwaltung klärt Zweifelsfragen zur Steuerfreiheit für den „Corona-Pflegebonus“

Für GmbH-Gesellschafter

  • Handwerkerleistungen: Keine Steuerermäßigung bei Belastung eines Verrechnungskontos

Für Unternehmer

  • Kostendeckelung bei geleastem Pkw: Sonderzahlung bringt keine Vorteile für Einnahmenüberschussrechner

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Übersicht: Steuerinformationen für November 2022

Das Jahressteuergesetz 2022 nimmt weiter Konturen an. Nach dem Entwurf der Bundesregierung soll es nun auch Neuerungen für den Abzug von Aufwendungen für Tätigkeiten im Arbeitszimmer und in der häuslichen Wohnung geben. Zudem ist eine Freistellung von der Einkommensteuer bei kleinen Photovoltaikanlagen beabsichtigt.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

  • Der Bundestag hat das Inflationsausgleichsgesetz beschlossen. Durch Verschiebung der Tarifeckwerte und Erhöhung des Grundfreibetrags sollen die mit der kalten Progression verbundenen schleichenden Steuererhöhungen bekämpft werden.
  • Nutzen Steuerpflichtige ihre Immobilie zu eigenen Wohnzwecken, dann können sie für energetische Maßnahmen eine Steuerermäßigung beantragen. Das Finanzministerium Schleswig-Holstein hat nun darauf hingewiesen, wie die Kosten für den Energieberater zu berücksichtigen sind.
  • Die Steuerbefreiung für den „Corona-Pflegebonus“ (bis zu 4.500 EUR) geht der Steuerbefreiung für die „Corona-Prämie“ (bis zu 1.500 EUR) vor. Nach den Ausführungen des Bundesfinanzministeriums scheidet somit eine Addition der beiden Höchstbeträge aus beiden Höchstbeträge in der Zeit vom 18.11.2021 bis 31.3.2022 aus.

Diese und weitere interessante Informationen finden Sie in der Ausgabe November 2022.


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