Mandantenrundschreiben 01/2022

Das neue Rundschreiben im pdf-Format: Mandantenrundschreiben Januar 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

noch vor einem Jahr hätte kaum jemand gedacht, dass vermutlich auch das Jahr 2022 abermals maßgeblich durch das Corona-Virus beeinflusst sein wird. Wohl gerade auch deshalb sind die Wünsche, Erwartungen und das Verlangen nach Normalität zu Beginn dieses Jahres spürbarer denn je.

Während in der jüngeren Vergangenheit die Maßnahmen des Bundes und der Länder als empfindliche Einschränkungen angesehen wurden, haben diese Maßnahmen auf der anderen Seite aber auch gezeigt, wie stark und gut der Mittelstand in Baden-Württemberg und den anderen Bundesländern aufgestellt ist. Wie zwischenzeitlich fast schon selbstverständlich wurde die Digitalisierung in all ihren Facetten und das sog. Homeoffice, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, in einem bisweilen beispiellosen Praxisexperiment umgesetzt. In der realen Bewährungsprobe war regelmäßig kein Testlauf möglich. Konsequent wurden die Stärken genutzt, aber auch die Schwächen der bis dato vorherrschenden und gewohnten Arbeitswelt offengelegt, neue Wege und Methoden erprobt und zu meist erfolgreich umgesetzt. Diese Fähigkeit zur Anpassung, kombiniert mit der vielfach neu wahrgenommenen Flexibilität, hat letztlich dazu geführt, dass die befürchteten negativen Folgen der Pandemie vielfach doch abgefedert werden konnten.

Neben all den Hilfsmaßnahmen, die von Bund und Ländern auf den Weg gebracht wurden, darf nicht übersehen werden, dass das Jahr 2021 auch zahlreiche Gesetzänderungen, grundlegende Urteile des EuGH, des BVerG und des BFH sowie eine Vielzahl neuer Richtlinien und Verwaltungserlasse, mit sich gebracht hat, die nun erstmalig bei den Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2021, bei der Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse des Geschäftsjahres 2021 und der Beratung ab 2022 anzuwenden sind.

Wir freuen uns, Sie auch und gerade ob der bestehenden Herausforderungen, im Jahr 2022 begleiten zu dürfen. Bleiben Sie auch in 2022 gesund.

Ralf Heinstein

Geschäftsführender Gesellschafter
Wirtschaftsprüfer | Steuerberater

ÜBERSICHT DER THEMEN
Mandantenrundschreiben Januar 2022:


Für alle Steuerpflichtigen

  • Privates Veräußerungsgeschäft bei Trennung und anchließender Ehescheidung


Für Vermieter

  • Grundsteuererlass: Antrag bei erheblichen Mietausfällen


Für Unternehmer

  • Garantiezusagen von Kfz-Händlern: Neue Sichtweise bei der Versicherung- und Umsatzsteuer gilt ab 2023
  • Kleine Fotovoltaikanlagen: Bundesfinanzministerium konkretisiert die Liebhaberei auf Antrag
  • Umsatzsteuer: Neue 10%-Grenze für Aufsichtsratsmitglieder ab 2022 anzuwenden


Für GmbH-Gesellschafter

  • Verdeckte Gewinnausschüttung: Unentgeltliche Nutzungsmöglichkeit einer Auslandsimmobilie


Für Arbeitgeber

  • Freie Unterkunft und Verpflegung: Sachbezugswerte 2022
  • Kindergartenzuschuss während der Corona-Pandemie: Das gilt bei Rückzahlung der Gebühren


Für Arbeitnehmer

  • Ermäßigt zu besteuern: Abfindung im Rahmen einer Sprinterklausel

 

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Übersicht: Steuerinformationen für Januar 2022

Die Beurteilung der Gewinnerzielungsabsicht ist oft Anlass für Streit mit dem Finanzamt. Dies gilt auch für kleine Fotovoltaikanlagen, sodass die Finanzverwaltung hier jüngst eine Vereinfachung geschaffen hat: die Liebhaberei auf Antrag. Da in diesem Schreiben einige Fragen offengeblieben sind, wurde es nun konkretisiert.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

  • Das Finanzgericht München hat sich mit einer interessanten Frage befasst: Kann ein privates Veräußerungsgeschäft auch bei einer Trennung und der danach folgenden Ehescheidung vorliegen, wenn die Ehefrau mit der Zwangsversteigerung des Einfamilienhauses drohte, um den Ehemann zur Veräußerung seines Miteigentumsanteils zu bewegen? Die Antwort des Finanzgerichts lautet: ja
  • Geben Kfz-Händler ihren Autokäufern eine Garantiezusage, müssen sie eine neue Sichtweise des Bundesfinanzministeriums beachten, die erhebliche versicherungs- und umsatzsteuerrechtliche Konsequenzen haben kann. Doch erst mal können Kfz-Händler aufatmen. Denn durch eine erneut verlängerte Übergangsfrist gelten die neuen Grundsätze erst für Garantiezusagen, die ab dem 1.1.2023 erteilt werden.
  • Während der Corona-Pandemie haben viele Städte und Gemeinden den Einzug von Kindergarten- bzw. Kinderbetreuungsgebühren ausgesetzt und zu einem späteren Zeitpunkt darauf verzichtet. Dennoch haben Arbeitgeber ihre Zuschüsse weiter ausgezahlt. Eine – bundeseinheitlich abgestimmte – Verfügung der Oberfinanzdirektion NordrheinWestfalen zeigt, wie bei der Lohnabrechnung vorzugehen ist.

Diese und weitere interessante Informationen finden Sie in der Ausgabe für Januar 2022.

Viel Spaß beim Lesen!


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