Mandantenrundschreiben 12/2022

Das neue Mandantenrundschreiben im pdf-Format: Mandantenrundschreiben Dezember 2022

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

erneut neigt sich ein für uns alle schwieriges Jahr dem Ende entgegen. Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine im Frühjahr und dessen Auswirkungen stellen Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Die Energiepreise sind seit Kriegsbeginn nochmals kräftig gestiegen. Die deutliche Einschränkung russischer Erdgaslieferungen im Sommer hat die Energiekrise verschärft und die bereits im Jahr 2021 erhöhte Inflation weiter angeheizt, was zu massiven Belastungen der Haushalte und Unternehmen führt. Hinzu kommt, dass die negativen wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie noch nicht vollständig überwunden sind und Lieferkettenstörungen andauern. Dies und der branchenübergreifend spürbare Fachkräftemangel verlangsamen die konjunkturelle Erholung und trüben die Aussichten.

Aufgrund der veränderten geopolitischen Situation und der Energiekrise sind Deutschland und Europa mit einer neuen Realität konfrontiert. Schlagworte wie Dekarbonisierung, Überalterung der Gesellschaft, Stabilität der Wirtschafts- und Währungsunion, hohe Schuldenstandsquoten, steigende Zinsen, Verknappung der Arbeitskräfte sowie die krisenbedingt gestiegenen Anforderungen an die staatliche Aufgabenerfüllung führen zu großen Herausforderungen. Ein solidarisches und gesellschaftspolitisch ausgewogenes Vorgehen der Politik ist dabei wichtiger denn je.

Die vielen, auf die eine oder andere Art belastenden Entwicklungen sollen und dürfen jedoch nicht über schöne und heitere Momente in 2022 hinwegtäuschen. Vor diesem Hintergrund wollen wir mit viel Zuversicht und Hoffnung in das neue Jahr starten.

Im Namen aller Mitarbeitenden der WirtschaftsTreuhand GmbH darf ich mich bei Ihnen in vielfacher Hinsicht bedanken. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine schöne vorweihnachtliche Zeit, gesegnete Weihnachten sowie ein gesundes, glückliches und friedvolles Jahr 2023.

Ralf Heinstein
Wirtschaftsprüfer | Steuerberater
Geschäftsführender Gesellschafter

Übersicht der Themen des Mandantenrundschreibens Oktober 2022:

Für alle Steuerpflichtigen

  • Anstieg der Erbschaft-/Schenkungsteuer bei der Übertragung von Immobilien befürchtet
  • Energiepreispauschale: Mögliche Steuerpflicht bei Minijobbern über die Einkommensteuer-Veranlagung 2022
  • Energiepreispauschale für Rentner und neue Höchstgrenze für Beschäftigungen im Übergangsbereich

Für Vermieter

  • Steuerfalle anschaffungsnahe Herstellungskosten: Eine Entnahme ins Privatvermögen fällt nicht darunter

Für Unternehmer

  • Einnahmenüberschussrechnung: Umsatzsteuer ist kein durchlaufender Posten
  • Umsatzsteuerentlastung für die Gastronomie bis Ende 2023 verlängert
  • Künstlersozialabgabe: Abgabesatz steigt in 2023 auf 5,0%

Für Arbeitgeber

  • Freie Unterkunft und Verpflegung: Voraussichtliche Sachbezugswerte für 2023
  • Praxisrelevante Informationen zur steuerfreien Inflationsausgleichsprämie

Für Arbeitnehmer

  • Erste Tätigkeitsstätte bei Leiharbeitnehmern: Steuerzahlerfreundliche Entscheidung
  • Keine Werbungskosten für Familienheimfahrten bei teilentgeltlich überlassenem Pkw

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Übersicht: Steuerinformationen für Dezember 2022

Sofern Arbeitgeber einige Spielregeln beachten, können sie ihren Beschäftigten seit dem 26.10.2022 einen Betrag bis zu 3.000 EUR steuer- und abgabenfrei gewähren (sogenannte Inflationsausgleichsprämie).

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

  • Die Regelungen der Grundbesitzbewertung sollen durch das Jahressteuergesetz 2022 zum Teil angepasst werden. Da für die Erbschaft- und Schenkungsteuer zumindest im Einzelfall höhere Werte drohen, ist zu prüfen, ob bereits angedachte Übertragungen vorgezogen werden sollen.
  • Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs stellt die Überführung eines Wirtschaftsguts vom Betriebs- in das Privatvermögen keine Anschaffung i. S. des § 6 Abs. 1 Nr. 1a Einkommensteuergesetz dar. Somit liegen bei einer späteren Modernisierung/Sanierung auch keine anschaffungsnahen Herstellungskosten vor, und die Aufwendungen sind grundsätzlich sofort als Werbungskosten abzugsfähig.
  • Gerade bei Leiharbeitnehmern stellt sich die Frage, ob sie eine (steuerlich ungünstige) erste Tätigkeitsstätte haben – und falls ja, wo diese liegt. Eine der letzten offenen Fragen hat der Bundesfinanzhof nun zugunsten der Leiharbeiter entschieden.

Diese und weitere interessante Informationen finden Sie in der Ausgabe Dezember 2022.


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