Mandantenrundschreiben 10/2022

Das neue Mandantenrundschreiben im pdf-Format: Mandantenrundschreiben Oktober 2022

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

kurz vor Redaktionsschluss hat der Bundestag am 30.09.2022 mit breiter Mehrheit den Gesetzentwurf der Ampelkoalition zur temporären Senkung des Umsatzsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz beschlossen.

Vom 1.10.2022 bis 31.03.2024 sollen Gas sowie Fernwärme mit sieben statt bisher 19 Prozent besteuert werden. Des Weiteren können Arbeitgeber in den kommenden Jahren (bis Ende 2024) bis zu 3.000 Euro steuerfreie Prämien zur Abfederung der hohen Inflation zahlen – laut Beschluss des Bundestages ohne Abgabe von Einkommensteuer.

Voraussetzung für die Steuerfreiheit  ist, dass das Geld zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt wird. Außerdem muss es sich um eine Pauschale im Zusammenhang mit den Preissteigerungen handeln.

Am Vortag wurden Regierungspläne für einen wirtschaftlichen Abwehrschirm bekannt gegeben: Es sollen die Folgen des russischen Angriffskrieges, steigende Energiekosten sowie schwerste Folgen für Verbraucherinnen und
Verbraucher abgefedert werden. Konkrete Maßnahmen sind unter anderem die Einführung einer Gaspreisbremse, die Bereitstellung von Finanzmitteln in Höhe von bis zu 200 Milliarden Euro und ein gesondertes Paket, das von den Sanktionen oder dem Kriegsgeschehen betroffene Unternehmen unterstützt. Details zur Ausgestaltung waren zu diesem Zeitpunkt noch offen. In unseren Mandantenrundschreiben halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Daniel Faust
Wirtschaftsprüfer | Steuerberater
Certified Valuation Analyst

Übersicht der Themen des Mandantenrundschreibens Oktober 2022:

Für alle Steuerpflichtigen

  • Ampelkoalition schnürt ein drittes Entlastungspaket
  • Referentenentwurf für ein Jahressteuergesetz 2022
  • Steuerwegweiser für Vereine neu aufgelegt

Für Kapitalanleger

  • Doch keine Entscheidung zur Verfassungswidrigkeit der Abgeltungsteuer

Für Vermieter

  • Bebaute Grundstücke: Neue Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung

Für Unternehmer

  • NRW unterliegt im Rechtsstreit um die Rückzahlung von Corona-Soforthilfen
  • Vorsteuerabzug bei gemischt genutzten Gegenständen: So ist die Zuordnungsentscheidung auszuüben!

Für Personengesellschaften

  • Gewerbliche Abfärbung bei Beteilitungseinkünften: BFH erneut zu einer Bagatellgrenze gefragt

Für GmbH-Gesellschafter

  • GmbH-Gründungen nun auch online möglich

Für Arbeitgeber

  • Handelt es sich bei einer Führungskräftefeier um eine privilegierte Betriebsveranstaltung?

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Übersicht: Steuerinformationen für Oktober 2022

Wegen steigender Energie- und Nahrungsmittelpreise hat die Ampelkoalition Anfang September 2022 ein drittes Entlastungspaket geschnürt. Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Aspekte werden vorgestellt.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

  • Der Regierungsentwurf für ein Jahressteuergesetz 2022 liegt vor. Der Entwurf beinhaltet unter anderem eine Erhöhung des Sparer-Pauschbetrags bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen sowie einen vollständigen Sonderausgabenabzug für Altersvorsorgeaufwendungen bereits ab 2023.
  • Das Land NRW hat vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf eine Niederlage einstecken müssen. Die Richter stuften Bescheide als rechtswidrig ein, mit denen die Bezirksregierung Düsseldorf geleistete Corona-Soforthilfen von den Empfängern teilweise zurückgefordert hat.
  • Der Vorsteuerabzug bei nicht nur unternehmerisch genutzten Gegenständen (z. B. Photovoltaikanlagen) erfordert eine zeitnahe Zuordnung zum Unternehmensvermögen. Der Bundesfinanzhof hat nun (erfreulicherweise) entschieden, dass für die Dokumentation der Zuordnung keine fristgebundene Mitteilung an das Finanzamt erforderlich ist.

Diese und weitere interessante Informationen finden Sie in der Ausgabe Oktober 2022.


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