Mandantenrundschreiben 03/2022

Das neue Rundschreiben im pdf-Format: Mandantenrundschreiben März 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

das Coronavirus ist immer noch allgegenwärtig und hat unverändert einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft und das öffentliche Leben in Deutschland. Unternehmen und Soloselbstständige sind trotz Öffnungsperspektiven weiterhin von der Corona-Pandemie betroffen.

Das Bundeskabinett hat am 16. Februar 2022 den Entwurf eines Vierten Corona-Steuerhilfegesetzes beschlossen. Hiermit versucht die Bundesregierung durch ein weiteres Maßnahmenpaket mit gezielten steuerlichen Erleichterungen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie nochmals abzumildern. Die Überbrückungshilfe IV als zentrales Unterstützungsprogramm wird bis Ende Juni
2022 verlängert.

Soweit der Gesetzesentwurf steuerliche Maßnahmen für Unternehmen und Soloselbstständige vorsieht, sind im Wesentlichen Fristverlängerungen der bereits zuvor erfolgreich eingesetzten Hilfsmaßnahmen vorgesehen. Ziel ist es, die notwendige Liquidität in den Unternehmen zu erhalten und die Konjunktur zu stärken.

Mit der Verbesserung der Möglichkeiten der Verlustverrechnung und der Verlängerung der degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sowie der steuerlichen Investitionsfristen werden zusätzliche Investitionsanreize gesetzt.

Die Homeoffice-Pauschale, die Steuerbefreiung der Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und die Frist zur Abgabe von Steuererklärungen 2020 in beratenen Fällen werden noch einmal verlängert. Um für alle Beteiligten Planungssicherheit zu schaffen, werden daran
anknüpfend auch die Erklärungsfristen für 2021 und 2022 verlängert.

Gerne können wir den Handlungsbedarf bei diesen und weiteren Themen gemeinsam mit Ihnen besprechen.

André Tabet

Gesellschafter
Wirtschaftsprüfer | Steuerberater
Diplom-Ökonom

ÜBERSICHT DER THEMEN
Mandantenrundschreiben März 2022:


Für alle Steuerpflichtigen

  • Abziehbarkeit von Unterhaltszahlungen: Geringes Vermögen nur bis 15.500 EUR?
  • Antrag auf Übermittlung der Steueridentifikationsnummer vereinfacht
  • Bonuszahlungen der gesetzlichen Krankenkassen: 150 EUR bleiben „steuerfrei“
  • Broschüre „Vereine & Steuern“ aktualisiert
  • Privates Veräußerungsgeschäft: Keine Selbstnutzung bei Überlassung an unterhaltsberechtigtes Kind


Für Vermieter

  • Grundstücksverkäufe: Der Widerruf der Option zur Umsatzsteuerpflicht ist möglich


Für Unternehmer

  • Moderner „musizierender“ Discjockey ist nicht gewerblich tätig


Für GmbH-Geschäftsführer

  • Auf Entgeltumwandlung beruhende Pensionszusage: Erdienbarkeit ist kein Kriterium

 

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Übersicht: Steuerinformationen für März 2022

Das Bundesfinanzministerium hat eine Vereinfachung für Bonuszahlungen einer gesetzlichen Krankenkasse geschaffen: Bonuszahlungen bis zur Höhe von 150 EUR pro versicherte Person mindern die Sonderausgaben nicht. Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

  • Ein Gebäude wird nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt, wenn es Eltern einem volljährigen Kind unentgeltlich überlassen, für das kein Anspruch auf Kindergeld mehr besteht. Damit gilt die Ausnahmeregelung, die ein privates Veräußerungsgeschäft vermeidet, nach Ansicht des Finanzgerichts Niedersachsen in diesen Fällen nicht
  • Aufwendungen werden in (nicht sofort abzugsfähige) Herstellungskosten umqualifiziert, wenn innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung des Gebäudes Instandsetzungs-/Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, deren Aufwendungen 15 % der Gebäude-Anschaffungskosten übersteigen. Nach einem wenig erfreulichen Urteil des Finanzgerichts Münster sind Mieterabfindungen bei Entmietung wegen Renovierungsarbeiten bei der Ermittlung der 15-%-Grenze einzubeziehen.
  • Die Vermietung und der Verkauf von Grundstücken sind umsatzsteuerfrei. Doch die Möglichkeit der Option zur Steuerpflicht und der daran anknüpfende Vorsteuerabzug bieten Gestaltungsmöglichkeiten. Soll die beim Erwerb eines Grundstücks ausgeübte Option später widerrufen werden, war das bislang faktisch nicht möglich. Doch nun gibt es positive Nachrichten vom Bundesfinanzhof.

Diese und weitere interessante Informationen finden Sie in der Ausgabe für März 2022.

Viel Spaß beim Lesen!


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