Mandantenrundschreiben 09/2021

Das neue Rundschreiben im pdf-Format: Mandantenrundschreiben September 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

mit Inkrafttreten der Änderung des Geldwäschegesetzes (GWG) durch das Transparenzregister- und Finanzinformationsgesetz (TraFinG) wurde das Transparenzregister seit dem 1. August 2021 für alle Gesellschaften zum „Vollregister“. Dies bedeutet, dass nunmehr alle Gesellschaften mit ihren wirtschaftlich Berechtigten (ausgenommen GbRs) in das Transparenzregister zu melden sind. Hierfür besteht eine 1,5 jährige Übergangsfrist, welche am 1. August 2021 begonnen hat.

Abweichend zu den bisherigen Regelungen sind auf Grund der genannten Änderungen bei GmbHs nunmehr grundsätzlich (soweit keine meldepflichtigen Besonderheiten bestehen) die in der Gesellschafterliste enthaltenen Gesellschafter mit den in der Gesellschafterliste enthaltenen Beteiligungsumfang zum Transparenzregister zu melden. Ebenso sind nunmehr alle GmbH & Co. KGs (auch bei Alleingesellschaftern) zum Transparenzregister zu melden.

Nach Ablauf der Übergangszeiträume ist davon auszugehen, dass systematische Prüfungen der Behörden (Bundesverwaltungsamt) dahingehend stattfinden werden, ob die in einem öffentlichen Register (z.B. Handelsregister) eingetragenen Gesellschaften und anderen Rechtsträger ihren zusätzlichen Mitteilungspflichten zum Transparenzregister nachgekommen sind.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Überprüfung der Meldepraxis auf Grundlage der geänderten Rechtslage zum Transparenzregister, der technischen Umsetzung zur Vornahme der erforderlichen Mitteilungen sowie bei der Kontrolle bereits erfolgter Mitteilungen.

Carsten Ernst
Geschäftsführender Gesellschafter
Wirtschaftsprüfer| Steuerberater

ÜBERSICHT DER THEMEN
Mandantenrundschreiben September 2021:


Für Unternehmer

  • Investitionsabzugsbetrag: Investitionszeitraum wurde verlängert
  • Pauschbeträge für Sachentnahmen 2021


Für Arbeitgeber

  • Kurzarbeitergeld: Erleichterungen verlängert


Für Arbeitnehmer

  • Neue Umzugskostenpauschalen ab 1.4.2021


Für Immobilienbesitzer

  • Kleine Fotovoltaikanlagen: Steuerlich unbeachtliche Liebhaberei auf Antrag


Für alle Steuerpflichtigen

  • Kinderbetreuungskosten: Kein Abzug in Höhe steuerfrei gezahlter Arbeitgeberzuschüsse
  • Regentief „Bernd“: Katastrophenerlasse regeln Erleichterungen
  • Steuererklärung 2020: Abgabefrist um drei Monate verlängert
  • Veräusserungsgeschäft: Eigentumsübergang im Wege der Zwangsversteigerung

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Übersicht: Steuerinformationen für September 2021

Bei kleinen Fotovoltaikanlagen gewährt die Finanzverwaltung eine steuerlich unbeachtliche Liebhaberei auf Antrag. Die Folge der Liebhaberei auf Antrag ist, dass in allen offenen Veranlagungszeiträumen keine Gewinne versteuert werden müssen. Allerdings sind auch keine Verluste verrechenbar.

Darüber hinaus ist in diesem Monat auf folgende Aspekte hinzuweisen:

  • Die Auswirkungen des verheerenden Regentiefs „Bernd“ haben bundesweit zahlreiche Todesfälle verursacht und extreme Schäden an Gebäuden, an der Infrastruktur und am Hab und Gut der Menschen angerichtet. Die jeweiligen Finanzverwaltungen haben schnell reagiert und Mitte Juli steuerliche Entlastungsmaßnahmen veröffentlicht, die bereits erweitert wurden.
  • Beim Investitionsabzugsbetrag wurde der dreijährige Investitionszeitraum auf fünf Jahre (Bildungsjahr 2017) bzw. auf vier Jahre (Bildungsjahr 2018) verlängert. Diese gesetzliche Verlängerung ist der Coronapandemie geschuldet.
  • Beruflich veranlasste Umzugskosten sind Werbungskosten. Das Bundesfinanzministerium hat nun die Pauschalen veröffentlicht, die für Umzüge ab 1.4.2021 sowie ab 1.4.2022 geltend gemacht werden können.

Diese und weitere interessante Informationen finden Sie in der Ausgabe für September 2021.

Viel Spaß beim Lesen!


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